|
press
by david llada for DP
Während der letzten drei Jahre entwickelte ein spanisches Trio – Javi, Ana und Marcos – mit Wohnsitz in London und Brighton ein spannendes Projekt: Die technologische Kurzsichtigkeit. Mit der ganz eigenen Art, künstlerischen Detaillismus mit einer musikalischen Vorlage zu kombinieren, ist diese Gruppe ein exzellentes Beispiel dafür, was man durch Auto-Produktion alles erreichen kann. Magma EP ist das Resultat eines explosiven Talentes.
Aufregend, tiefsinnig, rau, phantasievoll, hypnotisch oder eindrucksvoll sind nur einige der Adjektive, mit denen die Kritiker eure Musik zu beschreiben versuchen. Wie erklärt ihr diese euphorischen Reaktionen?
Vermutlich sind die Leute erstaun darüber, dass eine Handvoll Unbekannter aus dem nichts auftaucht, und dann gleich mit einem so persönlichen Projekt. Wir haben versucht, die heutigen Musiktendenzen dahingehen zu vertiefen, dass wir in den Grenzregionen zwischen Rock und Elektro eine Synthese von Experiment und Kommerz suchten. Der Sound, der dabei entstanden ist, wurde dann noch mal von der magischen Atmosphäre rund um das Aufnahmestudio Greenhouse in Reykjavík geprägt.
Inwieweit ist euer Projekt wirklich in eigener Produktion entstanden?
Die sechs Hände dieser Gruppe haben alles selbst komponiert, aufgenommen, gemischt, arrangiert, produziert, fotografiert, gefilmt, designt, editiert und beworben. In Island bekamen wir dann Unterstützung vom bestmöglichen Vokal-Fotograf und Ingenieur, Flex!
Man merkt, eure Arbeit reduziert sich nicht nur auf Komposition und Produktion der Songs...
Stimmt. Wir machen quasi alles: Homepage, Fotografie, Design und auch die Video-Projektionen, die unsere der Live-Auftritte untermalen. Diese ganze Material wurde von der Gruppe hergestellt.
Sogar die Promotion macht ihr in Eigenregie?
Ja, wir machen eine elektronische Pre-Promotion für Magma EP auf unserer Website, mit unseren mp3s als Vorspiel auf das Album. Wir sind aber doch überrascht, auf welches Interesse wir damit stoßen. Radiosender aus allen möglichen Ländern und auch Kritiker unterstützen uns dabei nach Kräften.
Wie sehen eure Pläne für die nächsten Live-Auftritte aus?
Wir versuchen gerade, unseren ersten Auftritt in Madrid zu konkretisieren und eigentlich wollen wir auch eine kleine Europatour in Angriff nehmen: England, Spanien, vielleicht Italien und Deutschland. Wir müssen Locations finden, die uns Möglichkeiten für unsere Videoprojektionen bieten. Wahrscheinlich bieten Berlin und Hamburg bessere Möglichkeiten, da dort eine größere Auswahl an Veranstaltungsräumen für Live-Auftritte besteht.
back to press
|